Charles Mulli - Ev. Kirchengemeinden Borsdorf und Ober-Widdersheim

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Update: 16.06.2019
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_Esther u. Charles Mulli_


_Kenia_


Esther und Charles Mulli, Eltern von mehr als 2000 Straßenkindern in Kenia.
Oder die Geschichte vom reichen Jüngling im 20. Jahrhundert.

Charles Mulli, Kenianer, heute (2006) 60 Jahre alt, Kind eines Alkoholikers wurde mit 6 Jahren von seinen Eltern verlassen und lebte bis zu seinem 11. Lebensjahr abwechselnd bei verschiedenen Verwandten. Anschließend jobbte er und versuchte sich selbst sein Schulgeld und eine billige Unterkunft auf der Straße zu erwirtschaften.

Mit 17 kam er mit Christen in Kontakt und bekommt dort schließlich auch seine erste Arbeit. Als treuer Verwalter stieg er rasch auf und konnte sich bald ein eigenes Auto kaufen, mit dem er sich dann als Taxiunternehmer selbstständig machte. Als Mann mit Visionen und Cleverness hat er schon nach kurzer Zeit ein eigenes Taxiunternehmen, eigene Busse, Versicherungsunternehmen und eine große Tankstelle. Man kann ihn nach wenigen Jahren als Millionär bezeichnen. Mit seinen 8 Kindern geht er regelmäßig sonntags nach dem Gottesdienst in ein Firstclass-Hotel mit Swimmingpool. Zweimal im Jahr Familienurlaub in solchen Hotels gehört genauso zu seinem Leben. 1989 hat er ein einschneidendes Erlebnis mit Straßenkindern (sie klauen mit Vorwarnung sein Auto). Ihm wird immer klarer, dass es nicht darum geht den Kids Geld zu geben, wie bis dahin immer wieder geschehen, sondern sie brauchen Eltern, Schule, Glaube an Jesus und ein zu Hause. Nach längerer Diskussion mit seiner Familie fängt er 1989 an Straßenkinder in sein Wohnhaus (in einer Nobelgegend von Eldoret) aufzunehmen. Aus den 5 Kindern, die das Leben der Mullis völlig auf den Kopf gestellt haben waren 1991 bereits 60 Kinder geworden, die in seinem Privathaus und in Baracken im Garten gelebt haben. Die Nachbarn und seine Gemeinde schüttelten nur noch den Kopf. Er selbst verkaufte seine Firma Stück für Stück um überleben zu können und gab schließlich alles auf, als er merkte, dass Firma und Straßenkinder nicht unter einen Hut zu bringen sind.

1994 gründet er in der Nähe von Nairobi (Ndalani) ein weiteres Heim, in das er weitere 200 Kinder aufnimmt. Die Kinder erhalten Nahrung, Schulunterricht an eigenen Schulen und eine christliche Erziehung, wobei viele Lehrer Volontäre, Studenten und Junglehrer sind. Die Erziehung und schulische Ausbildung sind so gut, dass beim jährlichen Vergleich die Schule von Charles Mulli in der Region immer an erster Stelle steht und im gesamtkenianischen Vergleich auf den vordersten Rängen. Mit der Zeit kamen auch Ausbildungswerkstätten für Mädchen und Jungs dazu.Heute beherbergen Ndalani, 400 km von Eldoret und 120 von Nairobi entfernt, ca.500 Schüler und Schülerinnen.Im Laufe des Jahres 2006 konnte die Arbeit der MCF (Mully Children Family) ausgeweitet werden. In Yatta werden ca. 500 junge Mütter (ehemalige Prostituierte) und ihre kleinen Kinder sowie einige junge Männer versorgt und erhalten neben der schulischen Ausbildung auch die Chance verschiedenste Berufe zu erlernen (Friseurin, Schneiderin, Hauswirtschaft, Landwirtschaft, EDV).

Im Rahmen eines Resozialisierungsprogrammes kümmert sich die MCF um 202 Kinder in Vipingo in Mombasa, 175 im Kipsongo Slum in Kitale und 132 Kinder in Kangundo. Diesen Kindern kommt neben der Grundversorgung auch Bildung, geistliche Nahrung und familiäre Liebe zu. Zusammen also im Moment etwas mehr als 2000 Kinder.Das typischste für die Arbeit von C. Mulli ist die Tatsache, dass die Häuser ständig zu klein sind (2 Kinder teilen sich ein Bett, Erzieher leben zu viert in einem 9 qm Raum) und das Geld für das tägliche Leben nie reicht.

Mittlerweile haben auch die ersten Straßenkinder ihre Schulausbildung beendet und wollen studieren, aber wer zahlt die Studiengebühren? Ca. 30 StudentInnen finanziert MCF im Moment, etwa 60 warten auf einen Studienplatz.Auf dem großen Grundstück in Ndalani und in Yatta gibt es mittlerweile eine große Landwirtschaft, die bei ausreichend Regen ca. ½ des täglichen Bedarfs deckt. Die Erfolgsstory von MCF führt dazu, dass sich auch die Regierungen der Nachbarländer für ihn interessieren und nach seinem Know how fragen, auch der kenianische Präsident kennt diese Arbeit, hat Mr. Mulli doch nach den Wahlen 1 Jahr lang in Eldoret täglich 11000 Mahlzeiten an die Flüchtlinge in der Zeltstadt verteilt. Das klingt alles ziemlich groß und das ist es auch- und trotzdem kann auch er jeden Euro gebrauchen, zumal dieses Jahr die Regenzeit fast völlig ausgeblieben ist und die Rückhaltebecken für die Bewässerung der Landwirtschaft leer sind. Alleine so Details wie ZB die Monatshygiene für die ca. 600 Mädchen im entsprechenden Alter ist eine echte Herausforderung.

Er selbst und seine Kinder (6 arbeiten im Unternehmen mit) leben äußerst bescheiden und geben alles für dieses Werk.

Frohe Ostern, von der Mully- Childrens – Family

Dieses Jahr hat sich als ein wirklich arbeitsreiches Jahr erwiesen. Unsere Familie ist weiter gewachsen. 109 Kinder haben wir bereits aus Missbrauch und Trostlosigkeit gerettet und ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegeben.
Zur Zeit gibt es einige bauliche Maßnahmen. Wir wollen z.B. ein Ausbildungszentrum für die Jüngeren in Ndalani und Yatta errichten und die Quartiere der Kinder in Ndalani erneuern.

Diese Woche gibt es besonders viele Ereignisse im christlichen Kalender. Während wir denWeg Jesu ans Kreuz und seiner Auferstehung nachgehen, beten wir dafür, dass eure Leidenschaft für Christus neu entfacht wird und ihr Erneuerung undWiederbelebung auf allen Gebieten eures Lebens erfahrt.
In Ehrfurcht schauen wir auf 30 Jahre zurück, in denen Gott erstaunliche Wunder gewirkt hat und Menschenleben durch seine Gnade verwandelt wurden. Diese ganze Zeit wart ihr unsere Freunde, Partner, Brüder und Schwestern. Ihr habt uns bei der Rettung und Rehabilitierung von 15.221 Waisen und gefährdeten Kindern, die bereits unser Programm durchlaufen haben und weiterer 3.576 Kinder um die wir uns zur Zeit kümmern, begleitet.

Ihr habt 2007/2008 mit uns gebetet und gespendet, als wir die bis heute schlimmste politisch verursachte Gewalt in Kenia erlebt haben, bei der 3.600 Menschen brutal ermordet wurden. 37.000 Familien mussten in der Umgebung von Eldoret unter einfachsten Bedingungen (IDP Camp) untergebracht werden. Durch eure Gaben war es möglich 12.000 Kinder, die Opfer dieser Gewalt nach den Wahlen wurden, über 13 Monate lang täglich zu versorgen. Wir haben dort eine Schule eingerichtet und 6.000 Kinder unentgeltlich unterrichtet und später einige Hundert von ihnen in Yatta oder Ndalani aufgenommen. Etliche machen jetzt ihren Abschluss an der Universität und helfen uns in unseren verschiedenen Abteilungen. Wir können nur in Ehrfurcht dankbar dafür sein, dass wir seit 30 Jahren, Leben von Kindern retten dürfen. Durch eure Liebe, eure Gebete und euer Geben, wurde dies und vieles mehr möglich gemacht.

Am Freitag, den 25. Oktober feiern wir unser 30-jähriges Bestehen. Die Zeremonie beginnt um 9.30 Uhr in Ndalani. Meine Frau Esther und ich, unserer leibliche Familie und die ganze MCF Bruderschaft würden sich sehr geehrt fühlen über eure Gebete und eure Anwesenheit bei dieser Feier unseres 30. „Geburtstages“. Bitte nehmt teil an dieser Feier unter dem Motto: „Gottes Gnade und Wunder verändern (das) Leben“. Es wird eine wunderbare Zeit des Danksagens sein. Bitte gebt uns bald möglichst Bescheid, ob ihr kommt, damit unser Gästebetreuungsteam gut planen kann.

Bei der jährlichen nationalen Prüfung unserer Schüler haben wir auch letztes Jahr wieder gut abgeschnitten. Es haben dieses Mal sogar mehr Schüler das Niveau für ein Uni-Studium erreicht als bisher. Während wir weiterhin den Kindern helfen persönlich zu wachsen und auf ein gutes Niveau zu kommen, wollen wir euch ermutigen, dieses Anliegen mit euren Familien und Freunden zu teilen, so, dass die 3.576 Kinder wachsen und wertvolle Mitglieder der Gesellschaft werden können.

Mit den zunehmenden Wetterveränderungen auf unserer Erde wird auch unser Wetter immer unvorhersehbarer und es fällt weniger Regen. Kenia sieht einer schweren Dürrezeit entgegen, die jetzt schon einige Todesfälle verursacht hat, vor allem im Norden und in Ost-Kenia, wo auch unsere Standorte Lodwar bzw. Ndalani beheimatet sind. Der Thika Fluss ist bis auf ein paar Pfützen vollständig ausgetrocknet!
Die Nahrungsmittelpreise vor allem für Maismehl, Mais und Bohnen steigen. Unsere 5 Dämme in Yatta gewährleisten, dass wir trotzdem weiterhin Wasser zum Trinken und zum Bewässern der Pflanzen in Yatta und in Ndalani haben.Wir wollen bald auch in Ndalani solche Dämme bauen, damit wir auch dort in Trockenzeiten Wasser haben und vertrauen darauf, dass ihr uns auch hierbei begleiten werdet. Im Moment sind wir gezwungen, mit unserem Tanklastwagen Wasser von Yatta nach Ndalani zu transportieren, um unsere Kinder, aber auch die Menschen der Gemeinde Ndalani, die sonst kein sauberes Trinkwasser haben, zu versorgen. Bitte betet für uns und wo möglich helft uns, die Leute, die in einer ausweglosen Lage sind, mit Wasser und Nahrung zu versorgen.

Der Mully Film läuft inzwischen in vielen Teilen derWelt und wurde z.B.Anfang April in Ghana erstmals ausgestrahlt. Der Film hat Millionen von Menschen angesprochen, die in ihrem Leben Ermutigung brauchten. Millionen von jungen Leuten wurden auch übers Radio, das Fernsehen oder die sozialen Medien erreicht. Hunderte von Kirchengemeinden, Universitäten und Schulen haben auf Konferenzen und Seminaren erfahren, wie man Liebe, Glaube und Vergebung durch Gottes erlösende Macht empfängt.

Danke für euer Geben. Danke, dass ihr letztes Weihnachten für unsere Kinder, Kinder in Gefängnissen, Häftlinge der örtlichen Gefängnisse und die kenianische Polizei, die meist stiefmütterlich behandelt und unterbezahlt wird, zum Segen habt werden lassen. Wir haben ihnen Essen gebracht, mit ihnen gebetet, ein Weihnachtspäckchen, ein Lächeln und Freude geschenkt. Ihr, liebe Schwestern und Brüder habt dies möglich gemacht. Wir lieben Euch dafür und sind dankbar. Mein Gebet und mein Wunsch ist es, dass Gott das Flehen eures Herzens hört und ihr Gott danken werdet. Möge Gottes ewige Gegenwart in eurem Leben spürbar sein.

Mit besonderen Grüßen
Dr. Charles und Esther Mulli

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Kontakt: Walter Schäfer, Tübinger Straße 61, 72810 Gomaringen,Tel. 07072-922306,
e-mail: schaefer.wally57@arcor.de

Bankverbindung: Ev. Kirchengemeinde Gomaringen, VR Bank Tübingen,
IBAN: DE36 64061854 0000 0170 00 , Vermerk: „Mulli“

(ohne Spendenbescheinigung!!!) MCF: VR Bank Tübingen,
IBAN: DE59 6406 1854 0020 1240 07
Weihnachtsrundbrief 2018

Weihnachtsgrüße

Weihnachten ist die Zeit, in der wir uns auf das Feiern mit den Freunden und der Familie freuen. Es ist die Zeit, in der viele nach Hause gehen und eine ganz besondere Zeit dankbar, in Ruhe und mit Freude verbringen. Möge diese Zeit uns in Dankbarkeit an die Freude über die Geburt des Kindes in der Krippe erinnern. Denken wir daran, dass Weihnachten für jeden ist, weil Christus kam um allen das Recht zuzusprechen ein Kind Gottes zu werden. Unsere 18 500-köpfge Familie und Tausende von Dorfbewohnern warten sehnlichst auf den Tag, an dem Christus geboren wurde. Wir feiern, weil wir wissen, dass Christus kam um uns frei zu machen in seine Fußstapfen zu treten und mit denen zu teilen, die nichts haben.

Wir können das nicht ohne euch. Durch eure Spenden haben wir unseren Dienst ausgeweitet auf solche, die es dieses Weihnachten am nötgsten haben. Über 3000 Kinder aus dem Dorf und über 1000 Familien von Polizisten und anderen Beamten, die von der Gesellschaft gemieden werden, werden wir zu essen geben. Außerdem gehen wir in das Gefängnis von Yata und versorgen dort 400 Gefangene und Wärter mit einem guten Essen. Zudem erhalten an Weihnachten unsere 3500 Kinder, die in unseren verschiedenen Heimen untergebracht sind ein besonderes Essen. Dazu werden wir in allen unseren Standorten anlässlich dieses speziellen Tages einen extra Gottesdienst abhalten.

Wir danken euch für euer kontnuierliches Geben, das es uns ermöglicht, unser Ziel für Weihnachten zu erreichen.

Sehnsüchtg erwarten wir das Jahr 2019, in dem wir 30 Jahre Mully Childrens Family feiern. Wir freuen uns darauf noch größere Veränderungen im Leben von Tausenden von Kindern in ganz Afrika zu sehen und zu erleben, wie das Leben von Millionen auf der ganzen Erde bereichert wird, wenn sie sehen was bei unserer Arbeit passiert. Wir freuen uns darauf, viele Gruppen und Einzelpersonen in unserem bald fertggestellten neuen Gästehaus begrüßen zu können. Dies ermöglicht unseren Freunden auf der ganzen Welt zu sehen, welche Wunder Gott in den letzten 30 Jahren bei uns bewirkt hat.

Viele Aktvitäten werden 2019 stattfinden. Anlässlich unseres 30-jährigen Jubiläums werden wir u.a. in unserem Programm Einsätze machen, Gebete sprechen und Reisen zu unseren jeweiligen Standorten unternehmen. Wir freuen uns darauf, viele von euch nächstes Jahr als Gäste zu begrüßen, besonders im Monat Oktober, wenn die Hauptfeiern zum 30. Jahrestag der MCF stattfinden.

Im Januar werde ich meinen 70. Geburtstag feiern und Esther wird im März 66 Jahre alt.  Trotz all der Schwierigkeiten und Herausforderungen, die uns 2018 fast zu Fall brachten, haben wir als Familie so viel in unserem Leben zu danken. Wo immer ihr an unseren Geburtstagen seid, dankt mit uns.

Da das Jahr zu Ende geht, beten wir zu Gott, dass er sein Angesicht leuchten lässt über euch, dass ihr euch von ihm leiten lasst und unendlich gesegnet werdet für euren Dienst an den Menschen, die Hilfe am nötgsten haben. Seid gesegnet dafür, dass ihr mit uns zusammengearbeitet habt um eine Veränderung im Leben von Tausenden von Kindern und vielen Gemeinden zu bewirken; und das nicht nur im vergangenen Jahr, sondern die letzten 30 Jahre.

Ihr habt auch unser Leben verändert. Ihr macht den Unterschied, den die Welt braucht!

Bleibt bitte auch 2019 unsere Partner in dem Bestreben anderen zu dienen.

Wir wünschen euch Segen im Überfluss, Freude und Frieden in dieser besondern Zeit, in der man über die wahre Bedeutung von Weihnachten nachdenkt.

Eine wirklich gesegnete Weihnachtszeit  und ein frohes Neues Jahr

wünschen Euch herzlich
Charles & Esther
P.S. Das 2. Mulli Buch „Hoffnung für die Hoffnungslosen“ ist bei uns erhältlich!

Bestelladresse:
mcf-d@mully-childrens-family.de
Schäfer, Walter
Tübinger Str. 61
72810 Gomaringen
Bankverbindungen:
1. Ev. Kirchengemeinde Gomaringen, VR Bank Tübingen,  IBAN:DE36 640 618 540 000 017 000, Vermerk: „Mulli“
2. MCF: VR Bank Tübingen , IBAN: DE 59 640 618 540 020 124 007  (ohne Spendenbescheinigung!)

Juli 2018

Liebe Freunde,

1. Feierlichkeiten zum Tag des afrikanischen Kindes
Der   Tag des afrikanischen Kindes am 16. Juni 2018 stand unter dem Motto: „Lass   kein Kind hinter der Entwicklung Afrikas zurück“. Dieser Tag wird zum   Gedenken des Massakers 1976 an Kindern in Südafrika gefeiert (die gegen das Bildungssystem demonstriert haben). Als führende Organisation im Bereich Kinderschutz hat MCF Feierlichkeiten zu diesem Anlass  im Bezirk Yatta in der Stadt Matuu organisiert. Vertreter der Regierung und über 2000 Kinder aus 30 Schulen nahmen teil. MCF organisierte auch die Verteilung einer Mahlzeit an jedes teilnehmende Kind. Institutionen und Verantwortliche wurden zur Reflektion ihrer Programme zur Hilfe für vernachlässigte Kinder und Waisenkinder angeregt. Die unerschütterliche Bereitschaft von MCF, bedürftigen Kindern zu helfen durch Unterkunft, Versorgung, Einbringen von Erfahrungen und Anbieten verschiedener Aktivitäten wurde auch von den Regierungsvertretern anerkannt.
 
2. Begabungen der Kinder entdecken und fördern
MCF Fußballverein
Am 1. Juli 2018 stieg der MCF Fußballclub in die 2. Regionalliga Kenias auf und stand am 1. Juli 2018 sogar auf Rang 2 der Tabelle. MCF unterstützt die Mannschaft durch die Übernahme der Kosten bei Auswärts- und Heimspielen, sorgt für einen Trainer, Fußballschuhe und Fußballkleidung.
 
MCF   Missionsteam
Für eine gute Missions- und Öffentlichkeitsarbeit besteht unser Missionsteam aus einem Chor, einer Theater- und Tanzgruppe, einem Akrobatikteam und einer Karategruppe. Wir möchten die Begabungen von Kindern und Jugendlichen entdecken und fördern durch fachlich qualifizierte Trainer. Am 29. Juni 2018 trat unser Team beim KTN Nachrichtensender auf.
 
3. Start des 2. Schulhalbjahres 2018
Nach den Schulferien von April bis   Anfang Mai öffneten die Schulen zum 2. Schulhalbjahr, Schulmaterial wurde bereitgestellt, bald darauf folgten Wettbewerbe mit anderen Schulen, auch im Bereich Musik und Schauspiel.
 
4. Änderung des Lehrplans in Kenia
Im   Januar 2018 wechselte in Kenia der Lehrplan für Schüler und Schülerinnen. 32 Jahre galt das 8-4-4-System, jetzt heißt der neue Plan 2-6-3-3-3. Wir sind herausgefordert, unsere Lehrer fortzubilden, sowie neue Schulbücher und Computerprogramme für digitales Lernen anzuschaffen. Es soll 12 Schuljahre geben. Kindergarten und Grundschule: Klasse 1 - 3, Mittelstufe Klasse 4 – 9 und Oberstufe Klasse 10 – 12. Die Schulleiter unserer MCF-Schulen nahmen an Fortbildungsprogrammen des Schulministeriums teil, und die Lehrer wurden und werden über die neuen Schulrichtlinien informiert. Neue Lehr- und Lernmittel müssen beschafft werden.
 
5. Matuu Straßenkinder Programm
Die MCF möchte Kindern, die auf der Straße leben, regelmäßig warme, ausgewogene und nahrhafte Mahlzeiten, Zugang zu medizinischer Versorgung sowie psychosoziale Unterstützung bei einer eventuellen Aufnahme in unsere Heime sowie später möglichen Familienzusammenführungen anbieten. Das hat MCF von April bis 1. Juli 2018 einmal wöchentlich getan. Matuu ist der größte städtische Bereich im Kreis Yatta, Bezirk Machakos und das Programm wurde im Januar 2018 beschlossen, um der großen Straßenkinderproblematik zu begegnen. Am 12. April startete es offiziell. 22 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren wurden gerettet und haben in unserem Heim in Ndalani ein neues Zuhause gefunden.
 
Auf den Fotos links sehen sie Daniel Musyoka, zuerst im Slum April 2018 und dann in einer Metallhandwerker-Ausbildung im Juni bei MCF
 
6. Schulspeisung
An über 6000 Kinder in den öffentlichen Grund- und Sekundarschulen verteilt MCF Mahlzeiten in den Gebieten Yatta und Lodwar. So können viele Kinder zur Schule gehen, aber in ihren Familien bleiben. Täglich sauberes Wasser und manchmal Lebensmittelspenden zu besonderen Feiertagen gibt MCF an bedürftige Familien. Unsere Programme in Ndalani, Yatta und Lodwar finden in Dürregebieten oder halbtrockenen Klimaverhältnissen statt. Bettelarme Kinder und notleidende Familien sind keine Besonderheit in der Nachbarschaft unserer Kinderheime. Trockenheit und Überflutungen, wenn dann einmal Regen fällt, führen zu qualvollen Zeiten in diesen Regionen.
 
7. Stipendium für Deutschkurs
Im August 2017 starteten 40 junge Leute einen Deutschkurs, der 2018 fortgeführt wird. 14 dieser Schüler haben im Goethe-Institut in Kenia die Sprachprüfung auf den Niveaus A1, B1 und B2 abgelegt. So fördern und unterstützen wir den internationalen und kulturellen Austausch. Auch im August und September 18 finden weitere Prüfungen statt. Teilnehmer dieser Kurse sind Schüler, die das 12. Schuljahr bei MCF 2016 oder 2017 abgeschlossen haben. Den Unterricht geben Lehrer aus Deutschland.
 
8. Mully Berufsschule
In unserer Berufsschule begannen 68 Studenten ihre Ausbildung im Monat Mai 2018 für unterschiedliche handwerkliche Berufe, Zertifikate oder Diplomkurse. Außerdem beherbergt unser Kolleg 130 junge Schülerinnen, die selbst schon Mutter sind sowie Schüler, die als Friseure und Schönheitstherapeuten, Schneider, Stricker, Metallarbeiter, Maurer oder Elektroinstallateure ihre Ausbildung machen. Eine abgeschlossene Berufsausbildung für die jungen Leute ist das Ziel unserer Bemühungen von MCF und allen Spendern und Unterstützern dieser Arbeit. Es soll ein klares Zeugnis von der Vision und Arbeit bei MCF sein, von der Aufnahme bei uns bis zur Reintegration.
 
9. Medizinische Versorgung
MCF hat medizinische Zentren in Yatta und Ndalani. Wir möchten Kinder und Ortsgemeinschaften bei der Gesundheitsvorsorge, Routineuntersuchungen und der Behandlung von akuten Krankheiten unterstützen. Die Kinder bei MCF Vipingo, Kipsongo und Lodwar werden durch private und staatliche Krankenhäuser medizinisch betreut.
 
10. Schwere Regenfälle
Die MCF-Kinderheime befinden sich in ganz trockenen oder halbtrockenen Klimazonen und erleben immer wieder Dürreperioden. Während der Regenzeit von April bis Mai, waren die Regenfälle dieses Mal so stark, dass unser Gemüse, unsere Strauchbohnenpflanzen überflutet wurden und vieles in unserer Landwirtschaft zerstört wurde. Arbeiten in Ndalani oder Yatta mussten pausieren. Dadurch haben wir große Verluste erlitten. Im Juni konnte die Arbeit fortgesetzt werden und bis zum Jahresende wollen wir die Gewächshäuser repariert haben und die Arbeit auf den Feldern erledigen.
 
11. Kinder als Opfer von sexueller Gewalt
In den Monaten Mai und Juni 2018 haben wir 26 Kinder aus besonders armen Verhältnissen aufgenommen. 13 von ihnen sind Opfer sexueller Gewalt. Regierungsbeamte oder andere Interessenvertreter berichteten uns von ihnen.
 
MCF möchte ihnen helfen, ihre seelischen und körperlichen Verletzungen zu überwinden, dabei ist der Glaube an Christus und seine heilende Kraft von unschätzbarem Wert.
 
12. Bau einer Gästeküche und eines Speisesaales
Im April 2018 haben wir den Bau einer modernen Küche (Erdgeschoss) mit Speisesaal (1.Etage) und Lager (2.Etage) begonnen, da wir viele Gäste und Besucher in 2 Gästehäusern beherbergen. Der Bau übersteigt eigentlich unsere finanziellen Möglichkeiten, daher mussten wir einen unserer anderen Fördertöpfe beleihen, um die Arbeit zu beginnen.
Gäste sind für MCF ein wichtiger Teil der Arbeit, als Mentoren, Vorbilder oder finanzielle Unterstützer/Sponsoren. Außerdem besuchen uns Menschen, die von unserer Arbeit lernen möchten für ihre Arbeit und ihre humanitären Programme. Wir möchten gute Gastgeber sein.
 
Durch die zu erwartenden Einnahmen   aus unseren Gästehäusern möchten wir langfristig die Arbeit von MCF finanziell unterstützen.
 
13. Reparatur der Gewächshäuser in Yatta
In den Jahren 2007 und 2009 haben wir Gewächshäuser auf einer Fläche von etwa 8 ha gebaut, die wichtig für den Anbau von Gemüse bei uns sind. Durch natürlichen Verschleiß und Starkregen ist es nötig, sie zu reparieren. Der Wind hat die Dachfolien zerstört und manche Aluminiumstangen müssen ersetzt werden. Bewässerungsschläuche und   Leitungen müssen repariert oder ersetzt werden. Die Erde muss aufbereitet werden, bevor wir neue Pflanzen anbauen können. Wir hoffen, bis Ende September 18 mit den Arbeiten fertig zu sein, damit wir wieder Gemüse für den Eigenbedarf und den Verkauf anbauen können. So finanzieren wir die Versorgung unserer Kinder.
 
Mit herzlichen Grüßen, Charles Mulli
 
Übersetzt von Simone Littau

Kontakt: Walter Schäfer, Tübinger Straße 61, 72810 Gomaringen,Tel. 07072-922306,
e-mail: schaefer.wally57@arcor.de
Bankverbindung: Ev. Kirchengemeinde Gomaringen, VR Bank Tübingen,
IBAN: DE36 64061854 0000 0170 00 , Vermerk: „Mulli“
(ohne Spendenbescheinigung)MCF: VR Bank Tübingen,
IBAN: DE59 6406 1854 0020 1240 07

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