Küster - Ev. Kirchengemeinden Borsdorf und Ober-Widdersheim

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Update: 16.06.2019
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_Unsere Küster/innen_


_Karl-Heinz Geyer / Daniela McLemore / Vanessa Theel_


Nachdem Gertrud und Walter Peppler ebenfalls am 24. Februar aus ihrem langjährigen Dienst als Küster unserer Kirchengemeinde verabschiedet wurden, konnten wir im April Vanessa Theel als neue Küsterin anstellen und sie im Gottesdienst am 5. Mai in ihr Amt einführen.  

Das Wort "Küster" kommt von dem lateinischen Wort "Custos" und heißt soviel wie "Wächter"; "Aufseher" oder "Bewahrer".

Seit wann gibt es einen Küster und was ist er?
Schon lange vor der Reformation durch Martin Luther gab es den Beruf des Küsters.
Der Küster gehört zur personellen Grundausstattung der Kirche. Luther legte 1530 fest, dass auf jede Pfarrei zumindest 2 Personen gehören, nämlich ein Pfarrer und ein Küster. Der Küster ist ein Angestellter der Kirche und wird nach dem Bundesangestelltentarif (BAT) besoldet. In größeren Kirchengemeinden ist ein Küster hauptberuflich angestellt, während bei kleineren Gemeinden (wie bei uns) der Küster lediglich nebenberuflich arbeitet und dann oft Kirchendiener heißt.

Was hat der Küster für Aufgaben?
Nun, die Aufgaben eines Küsters haben sich im Laufe der Zeit stark verändert.
Der Küster kümmert sich um das Inventar der Kirche. Er sorgt dafür, dass die Kirche regelmäßig gereinigt und Instand gehalten wird. Man kann sagen, der Küster ist so was wie ein Hausmeister. Aber er ist noch viel mehr. Er ist auch Ansprechpartner für Gäste und Mitglieder der Gemeinde, für Handwerker, etc. und pflegt engen Kontakt zum Kirchenvorstand. Der Küster läutet die Glocken (um 10, 15, 17 Uhr, immer jeweils zwei Stunden vor dem Gottesdienst und natürlich zu Gottesdiensten, Kirchenveranstaltungen, oder Trauerfälle etc.) und bereitet jede Veranstaltung in der Kirche vor.

Er hängt die richtigen Paramente (die farblichen Tücher an Altar und Kanzel - Erklärung siehe unten) auf und kümmert sich um den korrekten Zustand des Altars und der Kerzen. Ein Küster muss die Liednummer anbringen, für genügend Liederbücher, Wochensprüche und Zusatzzettel sorgen und natürlich entsprechend der Jahreszeit auch heizen.

Die violette Kirchenflagge mit dem Facettenkreuz ist zu besonderen Ereignissen zu hissen. Der Kelch für den Wein und die Oblatenschale werden vom Küster gereinigt und gefüllt. Normalerweise muss er auch die Kollekte zählen und den Schaukasten sowie den Büchertisch auf dem aktuellsten Stand bringen. Als Küster kümmert man sich auch um die Außenanlage der Kirche, d.h.: er mäht den Rasen, pflanzt, pflegt den Rasen und gießt die Blumen, usw...

Was sind die Paramente?
Die Paramente sind Altar- und Kanzeldecken und sind die liturgischen Gewänder der Kirche. Sie werden vom Küster angebracht und haben verschiedene Farben und Bedeutungen.

Violett:
Farbe der Buße; wird vor jedem wichtigen christlichen Fest (Passionszeit, Advent, Buß- und Bettag) angebracht.

Weiß:

Symbol des Lichts (steht für Christus); Farbe der Reinheit und Vollkommenheit. Wird an Ostern, Weihnachten und übrigen Christusfesten (Gründonnerstag, Qusimodogeniti; Miserikordias Domine, Jubilate, Kantate, Rogate, Christi Himmelfahrt, Tag der Hl. Dreifaltigkeit, Neujahrstag, usw.) angebracht.

Rot:
Farbe des Pfingstfeuers (Hl. Geist); Symbolisiert das Blut der christlichen Märtyrer (Menschen, die wegen ihres Glauben an Gott getötet und gefoltert wurden) und Kirchengründer. Rot wird Pfingsten, Konfirmation, Reformationsfest und an den übrigen Gedenktagen der Kirche (Kirchweih, Bittgottesdienste, am 26.12. zum Gedenktag des Erzmärtyrers Stephanus, 1.11. Gedenktag der Heiligen, 29.06. am Tage der Apostel Petrus und Paulus, ....) angebracht.

Grün:
Farbe der aufgehenden Saat, wird in der Epiphanias- (nach dem 6.1. am Tag der Erscheinung des Herrn), Vorfasten- und Trinitatiszeit (Hl. Dreifaltigkeit) angebracht.

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