Rundbrief 2017 - Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf mit Harb und Ober-Widdersheim mit Unter-Widdersheim

Update 23.05.2018
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November2015

RUNDBRIEF Oktober 2017

Neues von der  Mully Children’s Family

Wir nähern uns dem Ende des Jahres und Millionen von Menschen auf der ganzen Welt bereiten sich in einer geschäftigen Zeit  auf das wichtigste Ereignis vor, das die Welt je gesehen hat. Die Geburt unseres Retters Jesus Christus öffnet vielen von uns das Herz und lässt uns mit anderen teilen, die nichts haben. Außerdem bereiten wir uns darauf vor, in dieser Zeit mit Freunden und der Familie zusammen zu sein. Das Geschenk, eine Familie und  Freunde zu haben, kann in dieser turbulenten Zeit nicht hoch genug geschätzt werden. Dass Ihr unsere Freunde und unsere Familie seid, ist für uns keine Selbstverständlichkeit. Darum möchte ich mich auch dafür entschuldigen, dass ihr dieses Jahr keine regelmäßigen Updates erhalten habt, wie ich es eigentlich gewollt habe. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir eure Gebete, eure Begleitung, eure finanzielle Hilfe nicht benötigen würden. Im Gegenteil: Wir brauchen eure Gebete mehr als je zuvor, genau wie eure ermutigenden Worte und eure Unterstützung, die es uns ermöglicht, den Hoffnungslosen Hoffnung zu bringen. Das Jahr 2017 ist ein besonderes, kontrastreiches Jahr. Zum einen  haben wir den Segen und die Errungenschaften des vergangenen Jahres gefeiert; zum anderen begann das Jahr 2017 in Ndalani und Yatta leider mit einer immer noch anhaltenden Dürreperiode. Es ist jetzt über ein Jahr her, dass unsere Region nennenswerte Niederschläge verzeichnen konnte. Der Thika Fluss, der durch unsere landwirtschaftlichen Betriebe fließt, ist schon lange ausgetrocknet. Dadurch gab es kein Wasser mehr für die Bewässerung und wir mussten unsere landwirtschaftlichen Aktivitäten einstellen und waren kaum in der Lage uns selbst zu versorgen. Rettung und Notfallmedizin Die MCF hat sich weiterhin um die bedürftigsten und verzweifeltsten Opfer von Hunger, Dürre und Krankheit in unserer Region bemüht. Im Monat August hatten MCF- Sozialarbeiter die Aufgabe, einen nomadischen Jungen aufzuspüren, der zuvor das Grundversorgungszentrum an unserem Standort in Turkana besucht hatte. Es dauerte Stunden, um zu seinem behelfsmäßigen Zuhause vorzudringen. Auf Nachfrage wurde uns mitgeteilt, dass der Junge fälschlicherweise auf Tuberkulose und später auf Anämie diagnostiziert worden war. Daraufhin wurde er als Außenseiter gesehen, der „kein Blut” hat und mit seiner Familie nur noch darauf wartet, zu sterben. Der Junge ist ungefähr 11 Jahre alt und wurde von einer alleinerziehenden Mutter geboren. Wir konnten ihn vor dem Tod retten und brachten ihn ins Krankenhaus, wo er die erste Notfallbehandlung bekam. Es gibt mehrere andere Kinder, die im Laufe des Jahres im Krankenhaus behandelt werden mussten. Zum Beispiel auch ein 5 Tage altes Baby, das von seiner Mutter in das „Medical Camp" der MCF gebracht wurde, das im Juli 2017 von kanadischen Ärzten und Krankenpflegern abgehalten wurde. Das Baby Josphat wurde mit schwerer Dehydration und anderen Beschwerden diagnostiziert, was eine sofortige medizinische Versorgung erforderte. Er wurde in ein Krankenhaus in Nairobi überwiesen, wo er die notwendige Notfallversorgung erhielt. Dankt mit uns für die weitere Genesung der beiden und auch für mehrere Kinder und Gemeindemitglieder, deren einziger Zugang zu medizinischer Versorgung unser Gesundheitszentrum ist. Bitte betet auch, dass wir für die beste medizinische Versorgung immer auch ausreichend Mittel zur Verfügung haben werden. Mully-Film Premiere In den letzten anderthalb Monaten hatten Esther und ich die Ehre, Nordamerika zu besuchen, und dabei den Mully-Film bekannt zu machen, der am 3. Oktober in den USA Premiere feierte. Ich bete darum, dass der Film Hoffnung, Inspiration und Erneuerung in die Herzen und das Leben von Tausenden von Menschen bringen wird, und dass viele denjenigen kennen lernen, der alle Dinge möglich macht! Ich bete auch darum, dass die im Leben so vieler Menschen gepflanzte Saat aufgeht, und uns immer mehr Menschen im Gebet und in vielen Projekten unterstützen werden. Wichtiger noch ist aber, dass wir die größer gewordene Lücke in unseren laufenden Kosten schließen können. Durch das verheerende Dürrejahr konnten wir unsere Landwirtschaft weniger bewässern und weniger für den Export und den lokalen Markt produzieren. Anhaltende politische, soziale und wirtschaftliche Krise in Kenia Seit den Präsidentschaftswahlen vom 8. August die anschließend für ungültig erklärt wurden, leidet das Land noch stärker unter einer rückläufigen Wirtschaft und sozialer Ungleichheit, was ein perfekter Nährboden für politische Unruhen ist. In Nairobi und anderen Städten gab es zahlreiche nicht friedliche Demonstrationen, bei denen die Regierung für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen wie Vergewaltigung, Körperverletzung und Tötungsdelikte verantwortlich gemacht wurde. Sogar Übergriffe auf Bürger in Hörsälen und in ihren eigenen Häusern wurden beklagt. Obwohl Neuwahlen für den 26. Oktober festgelegt wurden, ist die politische Debatte aufgrund einer wachsenden Unzufriedenheit überhitzt. Es sieht nicht gut aus im Land. Viele Unternehmen mussten schließen, weil ausländische Investoren fehlen und weil die überwiegende Mehrheit der 46 Millionen Kenianer kein Geld hat. Trotz dieser enormen Unsicherheit im Land und der lückenhaften Deckung unserer laufenden Kosten versorgt die MCF weiterhin mehr als 3250 Kinder täglich mit dem Nötigsten. Der Regen in Ndalani und Yatta bleibt weiter aus. Im letzten Monat gab es zwar einige Schauer in einigen Teilen des Landes, aber nicht in Ndalani oder Yatta. Der Thika-Fluss ist weiterhin trocken. Die Pflanzen auf den Feldern verdorren in der Sonnenhitze. Trotzdem stellen wir unsere Soforthilfe für Bedürftige nicht ein, sondern geben ausgesuchten Familien, die kurz vor dem Verhungern stehen, das Nötigste zum Überleben. Der Thika-Fluss, der das Gelände der MCF durchfließt, besteht nur noch aus Pfützen. Die dringendste Frage, die mir seit September durch den Kopf geht ist, wie wir den Bedürfnissen der 3256 hungrigen Schulkinder gerecht werden können, die davon abhängig sind, dass sie von uns wenigstens eine tägliche Mahlzeit bekommen. Wir brauchen Euch jetzt mehr denn je. Unser lebendiger Gott stärke Euren Glauben. Mögen wir weiterhin Seine Freude, Seine Liebe, Seinen Frieden und Seine Hoffnung erleben, solange wir auf IHN warten. Wir wünschen euch Frieden und Segen.

Wir wünschen euch Frieden und Segen,
Charles & Esther Mulli

 
Mit freundlichen Grüßen,
 
Ev. Dr. C.M.Mulli PhD. Hsc,Gründer und Geschäftsführer – Mully Children’s Family
 
Bankverbindungen:  
1.  Ev.  Kirchengemeinde  Gomaringen,  Volksbank  Steinlach-Wiesaz-Härten,
(BIC:  GENODES1STW)    IBAN:DE36  640  618  540  000  017  000,  Vermerk:  „Mulli“
2.  MCF:  Volksbank  Steinlach-Wiesaz-Härten,  
  IBAN:  DE  59  640  618  540  020  124  007  (ohne  Spendenbescheinigung!)  
-Falls  Sie  den  Rundbrief  nicht  mehr  zugesandt  haben  wollen,  bitte  e-mail  an    Walter  Schäfer  :
schaefer.wally57@arcor.de  

Besuchen Sie auch unsere neue Homepage: www.mully-childrens-family.com

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November2015

RUNDBRIEF März 2017

Liebe Freunde,

herzliche Grüße von der Mully Children’s Family. Auf diesem Wege möchten wir uns ganz herzlich für eure Begleitung und Unterstützung bei unserer Arbeit mit bedürftigen Kindern und Familien in unserer Umgebung bedanken. Nur euer treuer Einsatz für
unser Ziel und unseren Auftrag machen unseren Erfolg und die positiven Entwicklungen unserer Arbeit überhaupt erst möglich.

Während der letzten Dürreperiode und Hungersnot im Jahr 2009 hat die MCF die verheerenden Folgen des Klimawandels direkt zu spüren gekommen, als der Fluss Thika, der gewöhnlich unsere Hauptwasserversorgung darstellt, völlig ausgetrocknet war.
Seit jener Zeit haben wir viel dafür getan, um unsere Nachhaltigkeit zu verbessern und dabei große Fortschritte gemacht.

Leider muss ich nun berichten, dass die Region Ostafrika dieses Jahr die schlimmste Dürre und Hungersnot seit 65 Jahren erlebt. Der kenianische Präsident hat aus diesem Grund im Februar den Notstand ausgerufen. Jeden Tag wird die Lage dramatischer, sowohl Nutztiere als auch wilde Tiere sterben, weil ihre Wasserquellen versiegen, und viele Menschen müssen verhungern und verdursten. Die Regionen, in denen sich unsere Projekte befinden, gehören laut kenianischer Regierung zu den am stärksten von
Dürre und Hunger betroffenen in Kenia. Diese sind Machakos, Turkana und Kilifi.

Zum ersten Mal seit 2009 ist der Fluss Thika, der durch unser Gelände in Ndalani fließt, nun Mitte Februar völlig ausgetrocknet. Aus diesem Grund mussten wir die Bewässerung unserer Felder einstellen. Dadurch sind auch die bereits angebauten Pflanzen
vertrocknet. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Nahrungsmittel knapp werden und wir mit geringeren Einnahmen aus der Landwirtschaft rechnen müssen. Weiterhin versorgen wir täglich über 3000 Kinder und benötigen hierfür eure Gebete, da wir nicht
wissen, wann sich die Lage verbessern wird. Momentan bringt der Wassertankwagen sauberes Trinkwasser von den Bohrlöchern der MCF in Yatta nach Ndalani, um Kinder und Mitarbeiter zu versorgen.

Die Bewohner der umliegenden Dörfer, die bei der Wasserversorgung- und auch bei gelegentlichen Nahrungsmittelausgaben – auf uns angewiesen sind, leiden große Not. Vor allem in den Regionen Turkana, Yatta und Kilifi, wo die MCF Projekte betreut, nehmen das Leid und die Verzweiflung zu, da die Dürreperiode anhält und die Hungersnot größer wird. Um das Leben der Bedürftigsten zu retten, werden neben Wasser auch Grundnahrungsmittel benötigt. Um etwas für nachhaltigen Umweltschutz zu tun,
bewehren wir momentan das Flussufer des Thika, der durch die Farm in Ndalani fließt. In der Nähe der Gästehäuser und Wasserpumpen bauen wir eine wasserundurchlässige Betonmauer, um Erosion und somit die Zerstörung der Flora und Fauna am Fluss-ufer einzudämmen. Um Sand aus dem trockenen Flussbett zu holen, haben wir Frauen aus der Umgebung angestellt. Dadurch können diese ein bisschen Geld verdienen.
Ich möchte euch ganz herzlich darum bitten, in dieser schwierigen Zeit mit uns zu beten. Wir sind für jede zusätzliche Unterstützung dankbar, die dabei hilft, unsere Kinder täglich zu versorgen, bedürftigen Familien in Notlagen Wasser und Lebensmittel zur
Verfügung zu stellen sowie die wasserundurchlässige Mauer am Flussufer zu bauen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ev. Dr. C.M.Mulli PhD. Hsc,Gründer und Geschäftsführer – Mully Children’s Family
Bankverbindungen:  
1.  Ev.  Kirchengemeinde  Gomaringen,  Volksbank  Steinlach-Wiesaz-Härten,
(BIC:  GENODES1STW)    IBAN:DE36  640  618  540  000  017  000,  Vermerk:  „Mulli“
2.  MCF:  Volksbank  Steinlach-Wiesaz-Härten,  
  IBAN:  DE  59  640  618  540  020  124  007  (ohne  Spendenbescheinigung!)  
-Falls  Sie  den  Rundbrief  nicht  mehr  zugesandt  haben  wollen,  bitte  e-mail  an    Walter  Schäfer  :
schaefer.wally57@arcor.de  

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