Rundbrief 2018 - Evangelische Kirchengemeinden Borsdorf mit Harb und Ober-Widdersheim mit Unter-Widdersheim

Update 04.10.2018
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November2015

RUNDBRIEF Juli 2018

   
Liebe   Freunde,

 
1.  Feierlichkeiten zum Tag des afrikanischen Kindes
 
Der  Tag des afrikanischen Kindes am 16. Juni 2018 stand unter dem Motto: „Lass  kein Kind hinter der Entwicklung Afrikas zurück“. Dieser Tag wird zum  Gedenken des Massakers 1976 an Kindern in Südafrika gefeiert (die gegen das  Bildungssystem demonstriert haben). Als führende Organisation im Bereich  Kinderschutz  hat MCF Feierlichkeiten  zu diesem Anlass  im Bezirk Yatta in  der Stadt Matuu organisiert. Vertreter der Regierung und über 2000 Kinder aus  30 Schulen nahmen teil. MCF organisierte auch die Verteilung einer Mahlzeit  an jedes teilnehmende Kind. Institutionen und Verantwortliche wurden zur  Reflektion ihrer Programme zur Hilfe für vernachlässigte Kinder und  Weisenkinder angeregt. Die unerschütterliche Bereitschaft von MCF,  bedürftigen Kindern zu helfen durch Unterkunft, Versorgung, Einbringen von  Erfahrungen und Anbieten verschiedener Aktivitäten wurde auch von den  Regierungsvertretern anerkannt.
 
 
2.  Begabungen der Kinder entdecken und fördern
 
MCF Fußballverein
 
Am 1. Juli 2018 stieg der MCF  Fußballclub in die 2. Regionalliga Kenias auf und stand am 1. Juli 2018 sogar  auf Rang 2 der Tabelle. MCF unterstützt die Mannschaft durch die Übernahme  der Kosten bei Auswärts- und Heimspielen, sorgt für einen Trainer,  Fußballschuhe  und Fußballkleidung.
 
MCF  Missionsteam
 
Für eine gute Missions- und  Öffentlichkeitsarbeit besteht unser Missionsteam aus einem Chor, einer  Theater- und Tanzgruppe, einem Akrobatikteam und einer Karategruppe. Wir  möchten die Begabungen von Kindern und Jugendlichen entdecken und fördern  durch fachlich qualifizierte Trainer. Am 29. Juni 2018 trat unser Team beim  KTN Nachrichtensender auf.
 
 
3. Start des 2. Schulhalbjahres 2018
 
Nach den Schulferien von April bis  Anfang Mai öffneten die Schulen zum 2. Schulhalbjahr, Schulmaterial wurde  bereitgestellt, bald darauf folgten Wettbewerbe mit anderen Schulen, auch im  Bereich Musik und Schauspiel.
 
 
 
4. Änderung des Lehrplans in Kenia
 
Im  Januar 2018 wechselte in Kenia der Lehrplan für Schüler und  Schülerinnen.   32 Jahre galt das  8-4-4-System, jetzt heißt der neue Plan 2-6-3-3-3. Wir sind herausgefordert,  unsere Lehrer fortzubilden, sowie neue Schulbücher und Computerprogramme für  digitales Lernen anzuschaffen. Es soll 12 Schuljahre geben. Kindergarten und  Grundschule: Klasse 1 - 3, Mittelstufe Klasse 4 – 9 und Oberstufe Klasse 10 –  12. Die Schulleiter unserer MCF-Schulen nahmen an Fortbildungsprogrammen des  Schulministeriums teil, und die Lehrer wurden und werden über die neuen  Schulrichtlinien informiert. Neue Lehr- und Lernmittel müssen beschafft  werden.
 
 
5.Matuu Straßenkinder Programm
 
Die MCF möchte Kindern, die auf der  Straße leben, regelmäßig warme, ausgewogene und nahrhafte Mahlzeiten, Zugang  zu medizinischer Versorgung sowie psychosoziale Unterstützung bei einer  eventuellen Aufnahme in unsere Heime sowie später möglichen  Familienzusammenführungen anbieten. Das hat MCF von April bis 1. Juli 2018  einmal wöchentlich getan. Matuu ist der größte städtische Bereich im Kreis  Yatta, Bezirk Machakos und das Programm wurde im Januar 2018 beschlossen, um  der großen Straßenkinderproblematik zu begegnen. Am 12. April startete es  offiziell. 22 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren wurden gerettet und haben in  unserem Heim in Ndalani ein neues Zuhause gefunden.
 
Auf den Fotos links sehen sie  Daniel Musyoka, zuerst im Slum April 2018 und dann in einer  Metallhandwerker-Ausbildung im Juni bei MCF
 
 
6. Schulspeisung
 
An über 6000 Kinder in den öffentlichen  Grund- und Sekundarschulen verteilt MCF Mahlzeiten in den Gebieten Yatta und  Lodwar. So können viele Kinder zur Schule gehen, aber in ihren Familien  bleiben. Täglich sauberes Wasser und manchmal Lebensmittelspenden zu  besonderen Feiertagen gibt MCF an bedürftige Familien. Unsere Programme in  Ndalani, Yatta und Lodwar finden in Dürregebieten oder halbtrockenen  Klimaverhältnissen statt. Bettelarme Kinder und notleidende Familien sind  keine Besonderheit in der Nachbarschaft unserer Kinderheime. Trockenheit und  Überflutungen, wenn dann einmal Regen fällt, führen zu qualvollen Zeiten in  diesen Regionen.
 

 
7. Stipendium für Deutschkurs
 
Im August 2017 starteten 40 junge  Leute einen Deutschkurs, der 2018 fortgeführt wird. 14 dieser Schüler haben  im Goethe-Institut in Kenia die Sprachprüfung auf den Niveaus A1, B1 und B2  abgelegt. So fördern und unterstützen wir den internationalen und kulturellen  Austausch. Auch im August und September 18 finden weitere Prüfungen statt.  Teilnehmer dieser Kurse sind Schüler, die das 12. Schuljahr bei MCF 2016 oder  2017 abgeschlossen haben. Den Unterricht geben Lehrer aus Deutschland.

 
 
8. Mully Berufsschule
 
In unserer Berufsschule begannen 68  Studenten ihre Ausbildung im Monat
 
Mai 2018 für unterschiedliche  handwerkliche Berufe, Zertifikate oder Diplomkurse. Außerdem beherbergt unser  Kolleg 130 junge Schülerinnen, die selbst schon Mutter sind sowie Schüler,  die als Friseure und Schönheitstherapeuten, Schneider, Stricker,  Metallarbeiter, Maurer oder Elektroinstallateure ihre Ausbildung machen. Eine  abgeschlossene Berufsausbildung für die jungen Leute ist das Ziel unserer  Bemühungen von MCF und allen Spendern und Unterstützern dieser Arbeit. Es  soll ein klares Zeugnis von der Vision und Arbeit bei MCF sein, von der  Aufnahme bei uns bis zur Reintegration.
 
 
9. Medizinische Versorgung
 
MCF hat medizinische Zentren in  Yatta und Ndalani. Wir möchten Kinder und Ortsgemeinschaften bei der  Gesundheitsvorsorge, Routineuntersuchungen und der Behandlung von akuten  Krankheiten unterstützen. Die Kinder bei MCF Vipingo, Kipsongo und Lodwar  werden durch private und staatliche Krankenhäuser medizinisch betreut.
 
 
10. Schwere Regenfälle
 
Die MCF-Kinderheime befinden sich  in ganz trockenen oder halbtrockenen Klimazonen und erleben immer wieder Dürreperioden.  Während der Regenzeit von April bis Mai, waren die Regenfälle dieses Mal so  stark, dass unser Gemüse, unsere Strauchbohnenpflanzen  überflutet wurden und vieles in unserer  Landwirtschaft zerstört wurde. Arbeiten in Ndalani oder Yatta mussten pausieren.  Dadurch haben wir große Verluste erlitten. Im Juni konnte die Arbeit  fortgesetzt werden und bis zum Jahresende wollen wir die Gewächshäuser  repariert haben und die Arbeit auf den Feldern erledigen.
 
 
11. Kinder als Opfer von sexueller Gewalt
 
In den Monaten Mai und Juni 2018  haben wir 26 Kinder aus besonders armen Verhältnissen aufgenommen. 13 von  ihnen sind Opfer sexueller Gewalt. Regierungsbeamte oder andere  Interessenvertreter berichteten uns von ihnen.
 
MCF möchte ihnen helfen, ihre  seelischen und körperlichen Verletzungen zu überwinden, dabei ist der Glaube  an Christus und seine heilende Kraft von unschätzbarem Wert.
 
 
12. Bau einer Gästeküche und eines Speisesaales
 
Im April 2018 haben wir den Bau  einer modernen Küche (Erdgeschoss) mit Speisesaal (1.Etage)und Lager (2.  Etage) begonnen, da wir viele Gäste und Besucher in 2 Gästehäusern  beherbergen. Der Bau übersteigt eigentlich unsere finanziellen Möglichkeiten,  daher mussten wir einen unserer anderen Fördertöpfe beleihen, um die Arbeit  zu beginnen.
 Gäste sind für MCF ein wichtiger Teil der Arbeit, als Mentoren, Vorbilder  oder finanzielle Unterstützer/ Sponsoren. Außerdem besuchen uns Menschen, die  von unserer Arbeit lernen möchten für ihre Arbeit und ihre humanitären  Programme. Wir möchten gute Gastgeber sein.
 
Durch die zu erwartenden Einnahmen  aus unseren Gästehäusern möchten wir langfristig die Arbeit von MCF  finanziell unterstützen.
 
 
13. Reparatur der Gewächshäuser in Yatta
 
In den Jahren 2007 und 2009 haben  wir Gewächshäuser auf einer Fläche von etwa 8 ha gebaut, die wichtig für den  Anbau von Gemüse bei uns sind. Durch natürlichen Verschleiß und Starkregen  ist es nötig, sie zu reparieren. Der Wind hat die Dachfolien zerstört und  manche Aluminiumstangen müssen ersetzt werden. Bewässerungsschläuche und  Leitungen müssen repariert oder ersetzt werden. Die Erde muss aufbereitet  werden, bevor wir neue Pflanzen anbauen können. Wir hoffen, bis Ende  September 18 mit den Arbeiten fertig zu sein, damit wir wieder Gemüse für den  Eigenbedarf und den Verkauf anbauen können. So finanzieren wir die Versorgung  unserer Kinder.
 
 
Mit  herzlichen Grüßen, Charles Mulli
 
Übersetzt von Simone Littau
 

Bankverbindungen:  
1.  Ev.  Kirchengemeinde  Gomaringen,  Volksbank  Steinlach-Wiesaz-Härten,
(BIC:  GENODES1STW)    IBAN:DE36  640  618  540  000  017  000,  Vermerk:  „Mulli“
2.  MCF:  Volksbank  Steinlach-Wiesaz-Härten,  
  IBAN:  DE  59  640  618  540  020  124  007  (ohne  Spendenbescheinigung!)  
-Falls  Sie  den  Rundbrief  nicht  mehr  zugesandt  haben  wollen,  bitte  e-mail an Walter Schäfer: schaefer.wally57@arcor.de  

Besuchen Sie auch unsere neue Homepage: www.mully-childrens-family.com

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